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4,5 Millionen für Städtebau im Landkreis

Sieben Projekte im Kreis Tübingen profitieren vom Förderprogramm des Landes

STUTTGART / TÜBINGEN. Das Land unterstützt den Städtebau: Am heutigen Mittwoch wurde bekanntgegeben, welche Projekte dieses Jahr Finanzhilfen bekommen. Sieben Projekte im Landkreis sind mit dabei. Insgesamt fließen dadurch knapp 4,5 Millionen Euro in den Kreis Tübingen.

„Das ist wunderbar – denn damit gibt es Rückenwind für einige wichtige Projekte“, sagt Daniel Lede Abal, der Tübinger Landtagsabgeordnete der Grünen. 1,8 Millionen Euro bekommt die Stadt Tübingen für ihr Südliches Stadtzentrum, um den öffentlichen Raum zu gestalten sowie Grünanlagen aufzuwerten. 800.000 Euro gehen nach Nehren für das städtebauliche Erneuerungsgebiet im Ortskern. Weitere 600.000 Euro fließen nach Mössingen, auch dort wird die Innenstadt städtebaulich erneuert. Mit 500.000 Euro vom Land kann Dußlingen seinen Städtebau an der B27 voranbringen. In Gomaringen sind es 350.000 Euro für das städtebauliche Projekt „Ortsmitte III“, Ammerbuch bekommt 200.000 Euro für die Ortsmitte Breitenholz und Starzach weitere 200.000 für die Ortsmitten.

Das Wirtschaftsministerium hat am Mittwoch in Stuttgart veröffentlicht, auf welche Projekte im Land die Förderungen diesmal verteilt werden. Insgesamt sind es 265 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln, sie gehen an 361 verschiedene Projekte. „So setzen wir an vielen Stellen vor Ort um, was wir landesweit verfolgen: unsere Kommunen lebenswert zu erhalten und zukunftsfähig zu gestalten“, sagt MdL Lede Abal. Die Förder-Schwerpunkte dieses Jahr: Wohnungen bauen und erhalten, bestehende Zentren weiterentwickeln und den Klimaschutz voranbringen.

Die grün-geführte Landesregierung hat ganz gezielt ökologische Überlegungen in der Städtebauförderung verankert. „Für uns Grüne ist klar, was wir unter einer nachhaltigen Baupolitik verstehen“, sagt Lede Abal. „Für uns gilt: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Unsere Priorität ist es, im Zentrum der Städte und Gemeinden zu bauen, also nicht genutzte Flächen dort in Bauflächen umzuwidmen. So wollen wir wertvolle Grünflächen im Außenbereich schützen.“ Weitere Beispiele für die ökologische Ausrichtung im Städtebau sind energetische Sanierungen von Altbauten und die Förderung von Grünflächen.

Noch ein Aspekt ist den Grünen bei der Städtebauförderung wichtig: die Kommunen zu stärken angesichts des demografischen Wandels. „Im ländlichen Raum sind Ortskerne die Herzkammern vieler Gemeinden“, sagt Lede Abal. „Dort wollen wir Leerstände beseitigen, Wohnraum modernisieren und Flächen für Bauvorhaben zugänglich machen. All das trägt dazu bei, dass wir die Quartiere entwickeln und stärken – und so auch ein gutes Zusammenleben in Städten und auf dem Land möglich machen.“

Nicht zuletzt ist Städtebauförderung auch ein Mittel, um die Wirtschaft derzeit zu stabilisieren und anzutreiben. Fördergelder schaffen Arbeitsplätze; jeder eingesetzte Förder-Euro löst durchschnittlich acht Euro an öffentlichen und privaten Folgeinvestitionen aus, weiß das zuständige Ministerium. Davon profitiert vor allem das regionale Handwerk. Die Städtebauförderung besteht seit nun genau 50 Jahren, die Summe liegt dieses Jahr auf Rekordniveau. 90,7 Millionen der insgesamt 265 Millionen Euro kommen vom Bund.

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