Lede Abal im Gespräch mit Flüchtlingen in Schwäbisch Hall

 

Pressemitteilung von Harald Ebner, MdB (Bündnis 90/Die Grünen) vom 26.11.2014

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Grüne suchen Gespräch mit Flüchtlingen und AK Asyl

 

Auf Einladung des grünen Bundestagsabgeordneten Harald Ebner und des grünen Kreisverbands Schwäbisch Hall war Daniel Lede Abal, integrationspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion und als solcher auch zuständig für Asyl- und Flüchtlingspolitik, einen Tag im Landkreis Schwäbisch Hall unterwegs. Gemeinsam mit den grünen Kreisräten Reinhard Huppenbauer und Jutta Niemann sowie Mitgliedern des grünen Kreisvorstands besuchte er die Sammelunterkünfte der Erstunterbringung in Schwäbisch Hall und Crailsheim. Dort kamen die Grünen mit Flüchtlingen und mit Ehrenamtlichen der Arbeitskreise Asyl sowie mit Martina Steinecke als Vetreterin des Landratsamts und den Sozialbetreuerinnen der Unterkünfte ins Gespräch und machten sich ein Bild von der Unterbringung der Flüchtlinge. In beiden Unterkünften wurde die Gruppe von den BewohnerInnen sehr herzlich empfangen.

 

Daniel Lede Abal war erfreut, dass auch im Kreis Schwäbisch Hall in der Bevölkerung eine große Solidarität und Hilfsbereitschaft gegenüber den Flüchtlingen herrscht, und sich viele Menschen ehrenamtlich in den Arbeitskreisen Asyl engagieren. Diese Unterstützung ist zentral für ein gutes Ankommen und die Integration der Flüchtlinge: ein großer Teil der stattfindenden Sprachkurse, die Organisation von Begegnungsnachmittagen oder oftmals die Begleitung zu Terminen sind nur durch Ehrenamtliche zu leisten. Viele der Flüchtlinge sind wiederum selbst ehrenamtlich und in Vereinen aktiv: in Crailsheim engagieren sich zehn junge Männer in verschiedenen sozialen Einrichtungen und treiben Sport in den umliegenden Vereinen. Diese Möglichkeiten sind besonders wichtig für sie, solange sie dem bislang in den ersten 9 Monaten geltenden Arbeitsverbot unterliegen.

 

Im Gespräch zeigte sich, dass die Möglichkeit zu arbeiten und die Frage, wie und ob sie z.B. ein im Heimatland begonnenes Studium abschließen können, für die Flüchtlinge von zentraler Bedeutung ist. Sie möchten auf eigenen Beinen stehen, sich selbst versorgen und einen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Asylkompromiss ausgehandelten Änderungen des Asylrechts bringen hier konkrete Verbesserungen, wie Daniel Lede Abal im Gespräch aufzeigte: zukünftig können Asylbewerber bereits nach 3 Monaten in Deutschland arbeiten statt nach 9 Monaten wie bisher. Flüchtlinge können auch heute schon in Deutschland studieren, wie Daniel Lede Abal einem jungen Mann versichern konnte. Allerdings ist die Anerkennung von Studienleistungen, die im Heimatland geleistet wurden, noch immer schwierig, in einigen Fällen sehr problematisch. Hier muss unter anderem gemeinsam mit den Universitäten an einer weiteren Verbesserung gearbeitet werden.

 

Daniel Lede Abal versprach, seine Eindrücke und Anregungen aus den Besuchen mit nach Stuttgart zu nehmen. Er stellte fest, dass sich der Landkreis Schwäbisch Hall engagiert, um die Aufnahme und Unterbringung gut zu bewältigen und die Integration der Flüchtlinge aktiv zu unterstützen. So lobte er, dass der Landkreis bereits zum 01. Januar 2015 Geld- statt Sachleistungen einführt, auch wenn dies im Moment noch nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

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